THEO denkt LOGISCH! THEA auch!

Ist schon Ostern?

Einfach mal gute Nachrichten sprechen lassen, das wollte ich gerne in diesen Gedanken. Schließlich steht Ostern vor der Tür. Ich habe mir Mühe gegeben: in den Internetsuchmaschinen „gute Nachrichten“...

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Karfreitag - Ein Feiertag ohne Remmidemmi

An Karfreitag erinnern sich die Christen in aller Welt an ein trauriges Ereignis: die Kreuzigung Jesu. Warum ist das trotzdem ein Grund zum Feiern?

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Minus mal Minus gibt Plus

So habe ich das früher in der Schule mal gelernt und es ging mir in dieser Woche durch den Kopf. Relativ sprachlos macht ja der aggressive Wahlkampf des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan.

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Etwas Heißes im Advent

„Nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“ Mit diesen Worten trösteten sich viele Menschen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Und in der Tat:

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Wo ist der liebende Gott?

Die Welt ist aus den Angeln gehoben. Die quälende Frage eines Martin Luthers nach dem liebenden Gott, dem Gott der gnädig ist mit uns Menschen, diese Frage stellen Menschen heute in ganz anderer Weis...

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Tageslosung

Gelobt sei Gott, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut haben.
Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen.
Aus unseren Gemeinden
"Was bei uns los war"
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Berichte und Nachrichten von besonderen Ereignissen und Veranstaltungen aus den Gebärdensprach-Gemeinden Hanau und Fulda.

Hinweis: Die Formulierungen auf dieser Seite orientieren sich an Begriffen, die für die Gebärdensprache typisch sind sowie teilweise an Regeln der 'Leichten Sprache'

Gemeinsamer Gottesdienst in Gebärden- und Lautsprache am 10. Juli 2016 in der Christuskirche Fulda

Beim Lied nach der Predigt schweigt am 10. Juli in der Fuldaer Christuskirche die Orgel.
Stattdessen nutzen die Gottesdienstbesucher ihre Hände zum Gebärden: Unter Anleitung von Pfarrer Lutz Käsemann probiert die ganze Gottesdienstgemeinde gemeinsam das Gebärdenlied „Gott, nimm mich mit auf deinen Weg“.
Liedtext und Rhythmus werden sichtbar, als alle ihre Hände im selben Takt und mit denselben Handformen bewegen.
Was für viele hörende Gottesdienstbesucher eine neue Erfahrung ist, ist für taube Menschen die gewohnte Weise Musik zu machen: eine Musik der Hände, die zur Poesie für die Seele wird.


Unter dem Motto „Wundert sich eigentlich noch jemand?“ hatten sich zum Gottesdienst in Gebärden- und Lautsprache am 7. Sonntag nach Trinitatis Menschen aus Fulda und Umgebung bis hin nach Nordhessen und dem Rhein-Main-Gebiet in der Christuskirche eingefunden, Gemeindeglieder aus der Christuskirchengemeinde und aus Gebärdensprachgemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Pfarrer Fried-Wilhelm Kohl von der Christuskirchengemeinde geht in seiner Predigt auf die Wundererzählung ein. Er zitiert den Schlager „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ und betont: Auch die Menschen heutzutage sehnen sich nach Wundern, „besonders dann, wenn uns der gewohnte Alltag zerbricht.“
Wunder, das sind gerade nicht die öffentlichkeitswirksamen Ereignisse. Sondern wo ein Mensch sich von Jesus anrühren lasse: „Komm. Ich bin bei Dir. Ich brauche dich“, da geschehen die Wunder. Da ist Gott, mitten im Alltag, überall dort, wo Menschen inmitten ihrer Krisen und angesichts der Brüche ihres Lebens ein Gegenüber brauchen.

Pfarrer Lutz Käsemann, Beauftragter für Gehörlosenseelsorge der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und Pfarrerin Melanie Keller-Stenzel, Gehörlosenseelsorgerin im Sprengel Hanau, dolmetschten im Gottesdienst. Dadurch waren Liturgie und Predigt, Gebete, Lieder und Segen in Lautsprache zu hören und zugleich in Gebärdensprache zu sehen.

Nach dem Gottesdienst gab es bei herrlichem Sonnenschein ein Beisammensein und erfrischende Getränke auf dem Kirchhof. Ab dem Mittagessen feierte die Gebärdensprachgemeinde bei ihrem jährlichen Sommerfest im Haus Oranien bis zum frühen Abend weiter.

Ein tolles Erlebnis war am Nachmittag das ‚Drucken wie zu Luthers Zeiten‘ in der Christuskirche.
Kinder und Jugendliche, aber auch viele Erwachsene aus der Gebärdensprachgemeinde waren von der historischen Druckpresse begeistert und haben Worte aus Psalm 36 gedruckt: „Gott, bei dir ist die Quelle des Lebens.“ So bekam der wunderbare Tag einen geistlichen Rahmen in Klang und Gebärde, Wort und Bild.

Dieser Bericht ist auch in "UG - Gemeindezeitung der evangelischen Gehörlosen" in der September-Ausgabe 2016 abgedruckt

 

Gemeinde Fulda: Abschied von Helene Krupinski

Plötzlich und unerwartet ist in der Nacht auf den 3. Juni 2016 Helene Krupinski im Alter von 78 Jahren gestorben.  Am 14. Juni war in der katholischen Kirche in Flieden der Trauer-Gottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Flieden. Der katholische Gehörlosenseelsorger, Monsignore von Lüninck, hielt den Trauer-Gottesdienst. Die Beisetzung auf dem Friedhof gestaltete der katholische Ortspfarrer von Flieden, Pfarrer Maleja. Werner Althaus von der Gehörlosenberatung der Caritas in Fulda dolmetschte die Beisetzung in Gebärdensprache.
Viele gehörlose Freundinnen und Freunde waren beim Gottesdienst und der Beisetzung auf dem Friedhof dabei, um Abschied von Helene Krupinski zu nehmen. Beim Tröster-Kaffeetrinken im Gasthaus „Zum Ochsen“ war nach der Beisetzung noch viel Zeit zum Plaudern und sich gemeinsam an Helene Krupinski zu erinnern.

 

Gemeindevorstandstagung in Kassel

Vom 10.-12.2016 Juni trafen sich die Gemeindevorstände der Gebärdensprachgemeinden der Landeskirche Kurhessen-Waldeck zu ihrer jährlichen Tagung.
Die Tagung fand diesmal in Kassel in der Kifas (=Kirchliche Fort- und Ausbildungsstätte) statt. Ungefähr 15 Gemeindevorsteher und Gemeindevorsteherinnen waren in diesem Jahr dabei. Einige waren leider krank und konnten nicht teilnehmen.

Das Thema lautete in diesem Jahr "Teilen". Welche Möglichkeiten gibt es, Spenden zu sammeln, zum Beispiel für besondere Projekte der Gehörlosenmission? Wie können wir in den Gemeinden gut Werbung für die Projekte machen? Warum brauchen andere Menschen unsere finanzielle Unterstützung?
Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich die Gemeindevorstände. Pfarrer Heinisch und Pfarrer Laukner zeigten Vorträge zu den Themen "Fremde bei uns" und "Mauretanienhilfe".

Als kulturelles Ereignis stand ein Besuch der Löwenburg im nahen Berpark Wilhelmshöhe auf dem Programm. Pfarrer Käsemann und Peter Trombach dolmetschten die Burgführung in Gebärdensprache.
Auch wichtig: die Verköstigung in der Kifas war hervorragend. Deshalb gab es zum Abschluss ein großes Dankeschön an die Mitarbeiterinnen der Küche.

 

Goldene Hochzeit von Helene und Jakob Krupinski

Am 9. April 2016 feierten Lenchen und Jakob Krupinski aus der Gebärdensprach-Gemeinde Fulda ihre Goldene Hochzeit.
Deshalb fand in der Evangelischen Kirche in Flieden ein Dank-Gottesdienst statt.
Pfarrer Holger Biehn aus Flieden gestaltete den Gottesdienst.
Pfarrerin Melanie Keller-Stenzel dolmetschte den Gottesdienst für das Jubelpaar in Gebärdensprache.
Familie und Freunde von Lenchen und Jakob Krupinski waren im Gottesdienst dabei. Eine besondere Freude für das Jubelpaar: Die Enkelkinder gestalteten den Gottesdienst mit, sie übernahmen Bibellesung und Gebet.

50 Jahre zuvor hatten Lenchen und Jakob in der katholischen Kirche Flieden geheiratet. Aber der Trauspruch ist unbekannt.
Deshalb hat Pfarrer Biehn einige bekannte Bibelsprüche für seine Predigt ausgewählt, zum Beispiel Psalm 23: 'Gott ist wie ein Hirte für mich. Deswegen mangelt es mir an nichts.'
Pfarrer Biehn betonte in seiner Predigt: „Wenn wir uns versprechen, füreinander zu sorgen, dann werden wir daran erinnert, dass Gott uns verspricht, uns mit allem zu versorgen, was wir wirklich brauchen.“

In ihrer langen Ehe haben Lenchen und Jakob Krupinski Gottes Fürsorge und Liebe gespürt: In guten Zeiten und in schweren Zeiten haben sie sich wechselseitig unterstützt.
Genauso hat Gott die beiden begleitet, das ganze Leben hindurch. Dazu passte das Lied nach der Predigt:
„Gottes Liebe ist wie die Sonne – sie ist immer und überall da“.
Die Sonne schien wunderbar an diesem Tag. Das war wie ein Geschenk des Himmels zur Goldenen Hochzeit.
Nach dem Gottesdienst feierte das Jubelpaar mit seinen Gästen diesen besonderen Tag im privaten Kreis weiter.

Dieser Bericht ist auch in "Unsere Gemeinde - Gemeindezeitung der evangelischen Gehörlosen" in der Ausgabe Juni 2016 abgedruckt

Alle Texte: M. Keller-Stenzel, Fotos: privat

 

Fotos unten: Gottesdienst in Laut- und Gebärdensprache in Gelnhausen; Kirchenfest in Frankfurt/Main; Goldene Hochzeit Ehepaar Krupinksi

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