THEO denkt LOGISCH! THEA auch!

Ist schon Ostern?

Einfach mal gute Nachrichten sprechen lassen, das wollte ich gerne in diesen Gedanken. Schließlich steht Ostern vor der Tür. Ich habe mir Mühe gegeben: in den Internetsuchmaschinen „gute Nachrichten“...

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Karfreitag - Ein Feiertag ohne Remmidemmi

An Karfreitag erinnern sich die Christen in aller Welt an ein trauriges Ereignis: die Kreuzigung Jesu. Warum ist das trotzdem ein Grund zum Feiern?

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Minus mal Minus gibt Plus

So habe ich das früher in der Schule mal gelernt und es ging mir in dieser Woche durch den Kopf. Relativ sprachlos macht ja der aggressive Wahlkampf des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan.

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Etwas Heißes im Advent

„Nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“ Mit diesen Worten trösteten sich viele Menschen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Und in der Tat:

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Wo ist der liebende Gott?

Die Welt ist aus den Angeln gehoben. Die quälende Frage eines Martin Luthers nach dem liebenden Gott, dem Gott der gnädig ist mit uns Menschen, diese Frage stellen Menschen heute in ganz anderer Weis...

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Tageslosung

HERR, sei unser Arm alle Morgen, ja unser Heil zur Zeit der Trübsal!
Dem, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit.

Im Grunde lieben wir sie alle, unsere „Komfortzone“. In ihr kennen wir uns aus und wissen, wie der Hase läuft. Bilder von Krieg und Elend? Ja, sehen wir in den Nachrichten, aber das ist ja zum Glück weit weg. In diesen Tagen bleibt es aber nicht mehr bei den Bildern in den Nachrichten. Die Flüchtlinge, die vor wenigen Tagen noch vor einem Budapester Bahnhof „Germany! Germany!“ riefen, sind bereits in Bayern angekommen. In vielen Orten, auch bei uns, stellt sich nun ganz konkret die Frage nach Unterbringung, Versorgung und Integration. Es geht nicht mehr um „die Flüchtlinge“ im allgemeinen, sondern um etwa 70 Menschen, die bald vor der Tür stehen werden. Wir sind herausgefordert, Position zu beziehen, die neutrale Komfortzone zu verlassen. Im Moment scheinen dabei die Extreme zu wuchern: in dem Maße, in dem das „volle Boot“ beschworen, die Mär vom Sozialamt der Welt verbreitet und sogar mit Brandstiftung agiert wird, wachsen auf der anderen Seite glücklicherweise die Berge an Lebensmitteln, Spielzeug und Kleidung, die spontan und unkompliziert gespendet werden. Das „helle“ Deutschland ringt mit „Dunkeldeutschland“. Diese Zuspitzungen finde ich aber übertrieben. Ich glaube nicht, dass ein Mensch entweder so oder so ist, nur hell oder nur dunkel. Menschenverachtende Kommentare etwa im Internet oder auf der Straße ärgern mich maßlos, aber ich frage mich doch auch, ob und wie wir den Anforderungen, die ein solcher Flüchtlingsstrom mit sich bringt, gerecht werden können. Politische Lösungen zeichnen sich ja eher nicht ab und in der Europäischen Union setzt sich offenbar gerade der Länderegoismus durch. Wichtige Zeit verstreicht. Wir müssen die Frage, wie wir dem oder besser den Fremden begegnen, jetzt vor unserer eigenen Haustüre beantworten. Aber auf welchem Hintergrund geschieht das? Ich habe das Gefühl, dass oft Angst hinter den unbarmherzigen Meinungen steht, und zwar die Angst vor Veränderung oder gar dem Wohlstandsverlust. Ob die aber begründet ist? Da habe ich meine Zweifel. Dieser Sonntag bietet eine wunderbare Alternative! Da geht es nämlich um die Dankbarkeit. „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat,“ heißt es im Psalm 103. Während ich darüber nachdenke, merke ich, dass ich freundlicher im Herzen werde. Ich wünsche mir sehr, dass Deutschland sich bei der Antwort auf die drängende Frage, wie es den Fremden begegnet, nicht von der Angst, sondern von der Dankbarkeit beraten lässt.


Pfarrer Jens Heller
Evangelische Kirchengemeinde Bischofsheim

 

 

 

Die Sakristei ist der Raum in einer Kirche, in welchem die für den Gottesdienst nötigen Gegenstände aufbewahrt werden. Die Paramente für den Altar, Kerzen, Kollektenbücher und manches mehr. Der Pfarrer, die Pfarrerin ziehen hier den Talar an.