Veranstaltungskalender

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THEO denkt LOGISCH! THEA auch!

Minus mal Minus gibt Plus

So habe ich das früher in der Schule mal gelernt und es ging mir in dieser Woche durch den Kopf. Relativ sprachlos macht ja der aggressive Wahlkampf des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan.

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Etwas Heißes im Advent

„Nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“ Mit diesen Worten trösteten sich viele Menschen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Und in der Tat:

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Wo ist der liebende Gott?

Die Welt ist aus den Angeln gehoben. Die quälende Frage eines Martin Luthers nach dem liebenden Gott, dem Gott der gnädig ist mit uns Menschen, diese Frage stellen Menschen heute in ganz anderer Weis...

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Luther und der Nippes

In letzter Zeit flattert einem ganz schön viel Lutherwerbung ins (Pfarr-)Haus. Schon im Januar brachte kurzzeitig die Playmobilfigur Luther Höchstpreise bei Ebay und Berichterstattung im Radio. Jetzt...

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Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Mit diesem Grundrecht beginnt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. „Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Für Glaubende liegt es auf der Hand:

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Tageslosung

Er wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande.
Jesus spricht: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer.

Vielleicht kommt Ihnen von den folgenden Beobachtungen ja auch etwas bekannt vor? Einerseits geht bei uns heute vieles, was früher nicht ging. Meinungsfreiheit, Satire und Humor - für manche Karikaturen wären Künstler und Presseleute früher eingebuchtet worden und werden es in anderen Ländern heute noch. Klamotten, Musikstile, Frisuren und Tattoos - worüber vor Jahren heiß diskutiert wurde, regt kaum noch einen auf. Lebensstile und Weltanschauungen fühlen sich vielfältiger an als je zuvor; auch die schrillen Randgruppen kriegen einen Platz in der Gesellschaft und den Medien. Das gehört inzwischen geradezu zur politischen Korrektheit. „Anything goes“. Und auch wenn für mich persönlich davon manches schwer zu ertragen ist, geschmacksmäßig wie inhaltlich - ich bin froh, dass es so ist, dass wir nicht in einer Meinungsdiktatur leben. Ja, Deutschland ist so tolerant wie nie zuvor. Vieles geht, wenn nicht sogar alles.

Zugleich aber gibt es einen Satz, den ich heute so oft höre wie nie zuvor. Er lautet: „Das geht gar nicht!“ Oder: „Geht’s noch?“ Oder noch kürzer: „Hallo?!“ Ich höre das vor der Kita, in der Fußgängerzone, im Büro, am Gartenzaun, in der Kantine. „Das geht gar nicht!“ ist ein typisch deutscher Satz geworden. Wir sind sehr tolerant, im Prinzip. So lange der oder die andere uns mit ihrem Anderssein nicht zu nahe kommen. Aber wenn etwas gegen unseren eigenen Stil geht, gegen unser Schema und unsere Weltsicht, dann knallt es oft doch sehr schnell. Gerade im privaten Bereich. Da geht einer zur Friedensdemo, staucht aber vorher noch den Nachbarn zusammen, wenn er sein Fahrrad 30 Zentimeter zu weit nach links gestellt hat. Da finden wir es schlimm, wenn in Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas das Leben zur Hölle wird, wollen aber möglichst wenige Menschen von dort bei uns hineinlassen. Da profitieren wir gerne von den Billigjobs polnischer Wanderarbeiter, regen uns aber auf, wenn ihnen dafür Kindergeld zusteht.

Wie tolerant bin ich? Das heißt konkret: Wie sehr bin ich bereit, mich zur Probe mal in einen anderen hinein zu versetzen? Eine Meile in seinen Schuhen zu gehen? Mich neben ihn zu setzen und mit ihm oder ihr zu unterhalten? Manchmal denke ich, wir haben in unserem Land Standbein und Spielbein vertauscht. Wir sind in Prinzipienfragen recht locker geworden, aber im Persönlichen sind wir oft knallhart. Wie wäre es einmal zur Probe anders herum?

Eine gute Chance, das einzuüben, ist die „Tafel der Toleranz“, die der Evangelische Kirchenkreis Hanau am 1. Juni ab 14 Uhr am Goldschmiedehaus organisiert. Haben Sie Zeit und Lust? Sie müssen nur eine Kleinigkeit zum Essen mitbringen und Offenheit für die Menschen, die sonst noch da sind. Das wäre schon mal ein Beginn. Sicher fällt Ihnen noch anderes ein, was geht.

Pfr. Martin Abraham

Evangelische Kirchengemeinde Bruchköbel