Sprengel Hanau - Stiftung Kirchenerhaltungsfonds fördert 6 Kirchen mit insgesamt 438.300 Euro

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Stiftung Kirchenerhaltungsfonds fördert 6 Kirchen mit insgesamt 438.300 Euro
Die Ev. Kirchengemeinde Linsengericht (Kirchenkreis Gelnhausen) erhielt für die Sanierung des Kircheninnenraums in der Martinskirche in Altenhaßlau die höchste Dotierung des diesjährigen Kirchenerhaltungsfonds.
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Überreicht wurde die Urkunde durch den Stiftungsvorsitzenden Andreas Fehr (3.v.l.). Ebenfalls auf dem Bild: Bischof Prof. Dr. Martin Hein (2.v.l.) und Pfarrer Hans Joachim Imhof, Linsengericht-Altenhaßlau (l.)

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Feierstunde am Dienstag, dem 30. Januar 2018 in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2017 überreicht. Dabei konnten sechs Bauvorhaben in sechs Kirchenkreisen mit einem Gesamtbe-trag von 438.300 Euro gefördert werden.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, würdigte in seinem Grußwort das Engagement der Kirchengemeinden und die Bereitschaft der Menschen, sich für den Erhalt der Kirchengebäude einzusetzen. Kirchengebäude bildeten für viele Men-schen „Ankerpunkte der Identität" und daher sollte man sie wertschätzen „und versuchen, sie über das reine Nützlichkeitskalkül hinaus zu bewahren". Hein war darüber erfreut, dass trotz der zurzeit herrschenden Niedrigzinspolitik der Kirchenerhaltungsfonds sechs Kirchengemeinden „für ihren Fleiß, ihren Einsatz und vor allem ihren Ideenreichtum" belohnt würden. Die Ergebnisse der sechs ausgewählten Projekte seien beeindruckend und ein Ansporn für alle anderen Kirchengemeinden der Landeskirche: „Man kann alle Gemeinden nur ermutigen: Ihr könnt mehr, als ihr manchmal denkt; also wartet nicht ab, fangt einfach an!", so der Bischof wörtlich.

Auch der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Andreas Fehr, betonte die Bedeutung der Kirchengebäude für Menschen. Gerade in einer ländlich strukturierten Kirche seien Kirchen nicht selten der letzte öffentliche Raum. So sei zu beobachten, wie die Diskussion um die mögliche Aufgabe von Kirchengebäuden regelmäßig heftige emotionale Reaktionen auslösten. Dies gelte auch für Menschen, die die Angebote in den Kirchengebäuden kaum nutzten, denn sie wüssten: „Wenn ich die Kirche brauche, dann wird eine Tür offen sein." Zudem verbänden Menschen wichtige Stationen ihrer Familien- und Lebensgeschichte mit dem Kirchengebäude vor Ort. Fehr stellte fest: „Ein Kirchengebäude bietet Menschen Beheimatung." Aufgrund dessen versuchten sowohl Bürgergemeinde als auch Christengemeinde mit hohem Engagement jahrhundertalte Kirchen zu erhalten. Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds unterstütze die Kirchengemeinden bei der Pflege und Unterhaltung der denkmalgeschützten Kirchengebäude und deren Ausstattungsgegenstände. Fehr zeigte sich erfreut, dass er als Vorsitzender der Stiftung Vertreterinnen und Vertretern von sechs Kirchengemeinden für „dieses beispiellose Engagement und den tollen Einsatz für den Erhalt unserer Kirchengebäude" die Fördermittel überreichen könne.

Der Stiftungsvorstand hatte in seiner Sitzung am 1. Dezember 2017 die Förderung von sechs Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 438.300 Euro beschlossen.

Förderschwerpunkte waren im Jahr 2017 Maßnahmen der Innenrenovierung und der Orgelsanierung in denkmalgeschützten Kirchen. Während der Laufzeit der Projektliste vom 22. Juni bis 17. November 2017 hatten die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 438.200,42 Euro erzielt, das von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt wurde.

• Ev. Kirchengemeinde Linsengericht, Kirchenkreis Gelnhausen, Sanierung des Kircheninnenraums in der Martinskirche in Altenhaßlau, Gesamtförderung: 130.000 €

• Ev. Kirchengemeinde Ehrsten, Kirchenkreis Hofgeismar, Innenrenovierung der Kirche in Ehrsten (3. Bauabschnitt), Gesamtförderung: 31.200 €

• Ev. Kirchengemeinde Oberkaufungen, Kirchenkreis Kaufungen, Innenraumsanierung der Stiftskirche in Oberkaufungen, Gesamtförderung: 64.000 €

• Ev. Kirchengemeinde Warzenbach, Kirchenkreis Kirchhain, Innenrenovierung und Orgelsanierung der Martin-Luther-Kirche in Warzenbach, Gesamtförderung: 114.600 €

• Ev. Kirchengemeinde Spangenberg, Kirchenkreis Melsungen, Innenrenovierung und Restaurierung der Stadtkirche in Spangenberg, Gesamtförderung: 70.000 €

• Ev. Kirchengemeinde Landsburg, Kirchenkreis Ziegenhain, Innenrenovierung der Kirche in Schlierbach, Gesamtförderung: 28.500 €

Zu den Schätzen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören ihre denkmalgeschützten Kirchengebäude. Sie zu erhalten, ist Verpflichtung der Landeskirche und ihrer Kirchengemeinden.

Im Jahr 2000 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung beschlossen. Ziel ist es, einen finanziellen Grundstock zu schaffen, aus dessen Erträgnissen die Bauunterhaltung denkmalgeschützter kirchlicher Gebäude und ihrer Ausstattungsstücke gefördert werden kann. Die Neuanschaffung von Ausstattungsstücken ist nach der Stiftungsverfassung nicht förderfähig.

Die Landeskirche hat die Stiftung bei der Gründung mit einem Stiftungskapital von 15,838 Mio. € ausgestattet, das nach der Stiftungsverfassung in seinem Bestand zu erhalten ist. Seit 2013 stockte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck dieses Stiftungskapital noch um weitere 11 Mio. € auf. Erträgnisse des Stiftungskapitals und Spenden dürfen nur für die verfassungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist bei ihren vielfältigen Aufgaben und Projekten auch auf die Mithilfe und Unterstützung von Dritten angewiesen.

Pfr. Christian Fischer

Foto: medio.tv/schauderna